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Auspuffwechsel
leicht gemacht!
Viele Gründe sprechen dafür, sich vom
Serien-Auspuff zu trennen, Optik, Klang,
Leistungsentfaltung….Sturzfolgen. Auf jeden Fall
gehört Auspuff-Tuning zu den liebsten, weil
einfachsten Übungen in der Sportler-Szene. Schließlich
sind normalerweise kaum mehr als eine Handvoll
Schrauben zu lösen, um das schnöde Serien-Rohr
durch eine schickere und vielleicht bessere
Variante zu ersetzen. |
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Wenn
das Teil eine EG-ABE besitzt und mit einer
entsprechenden
Nummer gekennzeichnet ist, E + Zahl im Kreis,
dazu eine Typennummer,
muss der Umbau nicht einmal in die
Fahrzeugpapiere eingetragen werden.
Und für den Einsatz auf der Rennstrecke lässt
sich in Windeseile ein kräftig tönender
Racing-Schalldämpfer montieren. Der meist
sogar ein paar
zusätzliche PS freisetzt.
EG-ABE
Die EG-ABE macht die legale Montage eines
Zubehör-Endtopfs zwar
zum Kinderspiel, birgt für den Besitzer aber
auch Tücken. Da der
Umbau nicht vom Tüv geprüft wird und
gleichzeitig der Halter für den
Zustand seines Fahrzeugs verantwortlich ist,
wird er bei einer Kontrolle
für einen zu lauten Auspuff zur Verantwortung
gezogen. Natürlich muss
eigentlich der Hersteller für die Legalität
Sorge tragen. Das Gegenteil ist
aber schwer zu beweisen. Und bevor es dem
Produzenten an den Kragen
geht, wird erst einmal der Besitzer nachweisen
müssen, nicht selbst
manipuliert zu haben. In jedem Fall ein
schwieriges Thema, zumal
entsprechende Kontrollen keine Seltenheit
sind. Wer auf der sicheren
Seite sein will, bedient sich daher für den
Straßen-Einsatz bei
renommierten Anbietern und hält sich fern von
allzu leichten und
"durchsichtigen" Konstruktionen.
Denn mit einem ehrlichen EG-ABE Schalldämpfer
lässt sich weder deutlich Gewicht sparen noch
viel Leistung holen.
Racing
Beides geht mit der Montage eines offenen
Racing-Endtopf. Die meisten Sport-Motorräder
reagieren auf die einfache Abgasführung mit
weniger Gegendruck gleich und ziehen ab
Drehzahlmitte etwas besser durch,
stellen dazu spürbar mehr Spitzenleistung
bereit. Eine andere Abstimmung
von Vergaser oder Einspritzanlage ist dafür
normalerweise nicht notwendig.
Da sich außerdem auf einen Schlag einige
Kilogramm Gewicht einsparen
lassen und die teuren Serien-Teile nicht durch
Sturz gefährdet sind, ist die Anschaffung
eines solchen Schalldämpfers absolutes
Pflichtprogramm für
jeden, der wenigstens ab und zu mit seinem
Motorrad auf der Rennstrecke
fährt. Dazu ist, wie bei den Endtöpfen mit
EG-ABE, die Montage eine
Sache von Minuten.
Komplettanlage
Mit einer komplett neuen Auspuffanlage lässt
sich noch einmal Gewicht
sparen, denn die Standard-Krümmer vieler
Motorräder sind sehr schwer.
Die serienmäßige Auslegung von Vergasern
oder Einspritzung passt wegen anderer
Durchmesser und Verlegung der Krümmerrohre
aber oft nicht mehr.
Mit entsprechendem Know-how. Oder komplett
angebotenen
Vergaser-Kits, zum Beispiel von Dynojet,
Factory, lässt sich das
zwar beheben. Für den Straßenverkehr
zugelassen sind diese
Änderungen aber nicht, da sie das Geräusch
und Abgasverhalten des
Motors ändern. Da nützt auch die EG-ABE der
Auspuffanlage nichts mehr.
Eine komplette Renn-Anlage kann mit einer
passenden Abstimmung viel Potenzial im Motor
freisetzen. Trotzdem lohnt sich diese
Investition nur,
wenn ein Motorrad zum reinen Gebrauch auf der
Piste hergerichtet wird.
Denn zum einen ist die Rückrüstung für den
Straßenbetrieb sehr
aufwändig, zum anderen sind die meisten
Rennanlagen für getunte
Motoren ausgelegt. Und nur aus solchen hoch
verdichteten
Extrem-Maschinen holen sie das letzte bisschen
Leistung.
Quelle:PS-Motorradmagazin |
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